Archiv für September, 2013

DIBO (HTE, WBS)

Veröffentlicht: 30. September 2013 in Graffiti
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– SCHWIMMBECKEN –

Veröffentlicht: 28. September 2013 in Graffiti
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JBK 1990 (Kiel)

Veröffentlicht: 27. September 2013 in Graffiti
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Foto: Requiem 89

Round (Kiel)

Veröffentlicht: 24. September 2013 in Graffiti
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Kiel Yard

Veröffentlicht: 23. September 2013 in Graffiti
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StreetART in Kiel – Mehr Platz für die Kunst unserer Zeit!

 

Katrin Burmeister am 16. September 2013

Es ist ein Sonnabendmorgen, und ich gehe mit einem etwas mulmigen Gefühl und leicht aufgeregt zum Kieler Hauptbahnhof, um mich mit einem mir bis dato unbekannten Graffitikünstler zu treffen.

 Wir wollen uns vor diesem „World of Coffee“-Laden treffen, aber keiner weiß, wie der andere aussieht. Ich weiß nur: Er ist ein Kollege von einem Kollegen von mir und kommt mit dem Zug aus Hamburg. Da ist er aber nicht der einzige.

Nachdem sich anscheinend rund zehn Ankömmlinge genau da treffen wollen, wo wir uns eigentlich finden sollen, entschließe ich mich dazu, Reisende, die ich vielleicht in die Graffiti-Szene einordnen würde, anzusprechen – so klischeehaft das auch klingen mag.

Glückstreffer. Gleich beim ersten Ansprechen: Bingo!

Meine Anspannung legt sich sogleich, als vor mir nicht ein Schrank eines Mannes steht – mit Tattoos von oben bis unten und einer kleinkriminellen Aura, sondern ein netter junger Mann in meinem Alter. Wir gehen aus dem Bahnhof heraus und lassen uns erst einmal auf einer Sitzbank nieder, um uns zu unterhalten. Er ist auf der Durchreise zu seiner Freundin und hat daher nur wenig Zeit.

MONKY sprüht bereits seit zehn Jahren in Kiel und hinterlässt auf jeder seiner zahlreichen Stationen durch Europa ebenfalls mindestens eines seiner Kunstwerke für die Nachwelt.

Bild: MONKY

Bild: MONKY

Ursprünglich ist MONKY gebürtiger Kieler und gut vertraut mit der Kieler Szene. Wegen seines Studiums ist er allerdings nach Hamburg gezogen. Er fühlt sich aber nach wie vor in Kiel und seiner heimischen Crew verankert. Dabei hat MONKY schon in Städten wie Lissabon, Kopenhagen, Amsterdam, Prag, Barcelona und London gesprüht. Graffiti sind für ihn ein interkultureller Austausch. Man will anderen Sprayern und Crews zeigen, dass man auch da war, und ebenfalls ein Statement setzen. Es ist eine Form von Kommunikation in der Sprayer-Szene.

 MONKY selbst ist vom New Yorker “Urban-Style” stark beeinflusst, sprüht seit jeher nur mit Dosen und verzichtet auf moderne Schablonen und Sticker. Auf die Frage, wie sich die Szene in Kiel darstellt, bekomme ich eine unerwartete Antwort. „Kiel hat eine starke Graffiti-Szene”, die man zwar nicht mit Hamburg oder anderen Großstädten vergleichen könne – “aber in Relation zur Einwohnerzahl muss sich Kiel in puncto Graffiti nicht verstecken”, so MONKY.

Es gibt Facebook-Gruppen, wie „StreetART Kiel“ mit über 6000 Likes und unzähligen Fotos von entdeckten Kunstwerken. Kiel bringt sogar international anerkannte Sprayer wie RAZOR hervor, der sich zum Ziel gesetzt hat, unter anderem die Waggons der Deutschen Bahn aufzuhübschen. Am stärksten vertreten sind in der Graffiti-Szene die sogenannten Writings: Hierbei bilden Schriftform und Name das Basiselement der Graffiti. Es gibt noch viele weitere Graffiti-Styles, wie Scratching, Etching oder rivalisierende Gang-Graffiti bis hin zur modernen Streetart, wie dem Sprühen mit Schablonen.

Bild: MONKY

Bild: MONKY

Kiel ist allerdings stärker in Graffiti als in der momentan populären Streetart“,antwortet MONKY auf die Frage, was er vom anhaltenden Trend der Schablonen-Kunst hält. Wir kommen im Zuge der Diskussion auch auf Banksy zu sprechen, einen britischen Streetart-Künstler, der mit seiner politischen Schablonen-Kunst weltbekannt wurde und eine große Welle an Schablonen-Streetart auch in Deutschland nach sich zog. Wer mehr über Banksy und den Ursprung von moderner Streetart wissen möchte, dem lege ich die Dokumentation „Banksy: Exit through the gift shop“ ans Herz.

Die Leute finden Banksy gut, weil er deutlich etwas Politisches ausdrücken will, und genau das trifft anscheinend den Nerv der Zeit.” Obwohl alles, also auch Tags sowie Graffiti Streetart sind, finden diese, falls nicht schön bunt und lustig angehaucht, weniger Akzeptanz und Respekt.

Dabei ist laut MONKY Graffiti eigentlich die reinste Form der Kunst und Expression.

Werbung finden wir auch überall, wo wir hingucken, da ist der Mensch aber schon so abgestumpft, dass er diese kaum noch wahrnimmt, während ihm Graffiti ins Auge springen und er diese verurteilt“.

 Graffiti ist Meinungsfreiheit, wobei Werbung eine Meinung aufdrängen will.

 MONKY wünscht sich mehr Freiheiten für Sprayer in Kiel. Es gibt nur einige wenige Spots, an denen die Gesellschaft das Sprayen mit einem zugedrückten Auge duldet – nur befinden sich diese immer außerhalb des Zentrums. Es gibt bekannte Spots in Laboe in und an der alten Schwimmhalle und in Gaarden am Skatepark. Natürlich dort, wo keiner die Werke richtig wahrnehmen muss, wenn er es nicht will. „Kunst ist immer Selbstdarstellung“, sagt MONKY. Warum ist es aber verboten, sich frei mitzuteilen? Warum wird diese reinste Form von Kunst häufig nur als Beschädigung öffentlichen Guts oder als Vandalismus angesehen?

 Also: Warum in Kiel nur Stadtrand, während andere deutsche Städte wie Bremen mit Auftragsgraffiti Furore machen – nach dem Motto „Wir machen die Stadt bunter“?

André Seemund, der Urheber der Facebook-Gruppe „StreetART in Kiel“ , verhandelt momentan mit der Landeshauptstadt und fordert mehr legale Flächen für Graffiti. Doch „die Verhandlungen mit der Stadt laufen sehr schleppend, um es diplomatisch auszudrücken“. Der letzte Stand war eigentlich eine Graffiti-Auftragsarbeit, um im Beisein von Verantwortlichen aufzuzeigen, dass in Graffiti mehr als nur Vandalismus steckt. Doch seit zwei Monaten liegt dieses Projekt nun schon auf Eis, und die Verantwortlichen der Stadt machen sich äußerst rar, so André Seemund. Schade eigentlich, da etwas Farbe unserer Stadt wirklich nicht schaden würde.

Bild: Katrin Burmeister

Bild: Katrin Burmeister (Max-Planck-Schule)

Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, kann überall Kunst entdecken. Auch ich habe mich mit meiner Kamera bewaffnet und nach kleinen Kunstwerken gesucht und bin durchaus fündig  geworden. Also weg vom tristen Alltagsgrau hin zu einer bunteren und aufgeschlossenen Welt!

Quelle : collgeBLOG der Kieler Nachrichten … hier

QUALLE

Veröffentlicht: 17. September 2013 in Graffiti
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